6. Mai 2024

Bye bye english classroom and hello to England!

Endlich gelang uns der Ausbruch aus dem Englischunterricht und wir hatten die Chance, unser Englisch im Ausland unter Beweis zu stellen.

Wir, 12 Schülerinnen des Bio Leistungskurses 11 unter Aufsicht von Frau Selle und Frau Schmidt, sind nämlich am 11. Februar 2024 nach einer aufregenden Anreise mit dem Flugzeug endlich in England gelandet. Ready, unsere Studienfahrt zu beginnen.

Als wir in Liverpool am Albert Dock angekommen sind, wurden wir sehr positiv von unserem Umfeld überrascht. Wir wurden von einer frischen Brise, kommend vom herrlichen Hafen, sowie auch von sämtlichen, modernen Wolkenkratzern grüßend empfangen. Nachdem wir uns in der Unterkunft eingerichtet haben und einen groben Plan für die Woche erstellten, bereiteten wir uns auf unsere Kurzvorträge vor.

Wir alle haben uns nämlich vor der Studienfahrt bereits mit Liverpool auseinandergesetzt, indem wir Vorträge über bestimmte Museen oder Sehenswürdigkeiten vorbereitet haben. Leider konnten wir nicht alle Museen besuchen, da viele zu der Zeit gestreikt haben. Deswegen gestaltete sich unsere Vorbereitung so, dass wir uns alle auf eigene Faust zu den jeweiligen Standorten begaben und wir uns gleichzeitig von der atemberaubenden Stadt beeindrucken ließen. Am Abend kamen wir wieder zusammen und tauchten in die scharfe Welt der indischen Delikatessen ein.

Den zweiten Tag starteten wir mit einem deftigen, britischen Frühstück, bestehend aus einem Teller mit Toast, Eiern, den berühmten Beans, Speck und einer britischen oder vegetarischen Wurst.

Nachdem uns dieses typisch britische Essen positiv überrascht hat, verschlug es uns zum Hafen, welcher nur wenige Minuten von unserer Unterkunft entfernt war. Hier erfuhren wir in 2 Vorträgen von den Schrecken der Sklaverei und wie England, insbesondere Liverpool, in dieser unmenschlichen Tätigkeit verwickelt war. Mehr als 3,2 Millionen der aus Afrika und über den Atlantik transportierten Sklaven wurden auf britischen Schiffen transportiert. Viele dieser Schiffe begannen ihre Reise dabei vom Royal Albert Dock in Liverpool. Allein LiverpoolSchiffe beförderten auf etwa 5000 Reisen etwa 1,5 Millionen versklavte Afrikaner in die Karibik oder nach Amerika. Ein tragischer Punkt in der Weltgeschichte. Im Anschluss hörten wir vor dem Tate Museum einen weiteren Vortrag. Es handelt sich hierbei um eine Kunstgalerie für britische Kunst und umfasst eine Sammlung englischer Kunstwerke im viktorianischem Stil bis hin zu moderner Kunst.

Auf unserem Programm stand am dritten Tag unteranderem das „Speke Hall“. Dies ist ein historisches Anwesen des 16. Jahrhunderts, das angeblich von Geistern heimgesucht wird. Unsere Tour durch das große Haus war nicht nur faszinierend, sondern auch etwas gruselig, da die Hallen und auch viele Räume sehr dunkel gehalten waren und nur durch Kerzen und Tageslicht beleuchtet wurden. Aber auch die Gruselgeschichten trugen dazu bei. Die Räume waren nach viktorianischem Stil eingerichtet und die Architektur des Hauses einschließlich des riesigen Hofes waren ein fesselnder Anblick. Unser Tourguide, eine alte Dame, führte uns, gekleidet wie damals, durch die Hallen und erzählte uns Geschichten aus vergangenen Zeiten. Ihre charmante, englische Aussprache machte die Tour umso authentischer.

Die größte Kathedrale Englands und gleichzeitig auch die fünftgrößte der Welt beeindruckte uns noch am gleichen Tag. Ihre majestätische Pracht war überwältigend und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Natürlich hatten wir während unserer Fahrt auch Freizeit, vor allem am vierten Tag. Einige von uns nutzten die Gelegenheit zum Shoppen, während andere das berühmte Beatles Museum besuchten. Es wagten sich sogar einige in ein Katzen Café, welches uns mit ihren süßen Katzen zum Schmelzen brachte – so niedlich waren sie. Wir streiften durch die Straßen Liverpools, bewunderten die modernen Gebäude und genossen besonders abends die lebendige Atmosphäre der Stadt. Einige hatten das Glück und trafen hier auf einen waschechten Leprechaun! Beziehungsweise einen Kobold, wie die meisten fälschlicherweise sagen. Leider hatte er an dem Tag kein Gold dabei, aber zu einem Bild sagte er nicht nein.

Unsere Reise führte uns am letzten Tag nach Manchester. Wir tauchten ein in die Geschichte dieser pulsierenden und erfolgreichen Stadt, indem wir das Wissenschafts- und Industriemuseum besuchten. Nichtsdestotrotz sahen wir Manchester nicht nur von ihrer Schokoladenseite, die Industriestadt erwies sich nämlich als sehr dreckig und nicht so schön wie Liverpool. Dennoch war dieser Besuch es wert.

Hiermit endete unsere Reise. Mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen im Gepäck, machten wir uns von Manchester aus auf den Rückweg nach Hamburg. Vor unserem Abflug trafen wir jedoch noch auf verkleidete Personen. So sahen wir einen Adligen mit weißer Perücke, sowie auch einen Mann, welcher ein kurzes Jägermeister Kleid trug und uns etwas aus einer braunen Tüte anbot. Dies lehnten wir selbstverständlich dankend ab. Ein lustiges Andenken, was wir definitiv nicht vergessen werden.

Es war eine Reise, die uns persönlich sehr bereichert hat. Wir möchten noch einmal ein großes Dankeschön und Lob an unsere Lehrerinnen Frau Selle und Frau Schmidt aussprechen, die uns diese Reise ermöglicht haben.

Faria Adeossi

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